<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Percivall Pott</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Percivall_Pott"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Percivall_Pott rootpage-Percivall_Pott skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Percivall Pott</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Percivall Pott</b> (* <a href="6._Januar" title="6. Januar">6. Januar</a> <a href="1714" title="1714">1714</a> oder <a href="26._Dezember" title="26. Dezember">26. Dezember</a> <a href="1713" title="1713">1713</a> in <a href="London" title="London">London</a>; † <a href="22._Dezember" title="22. Dezember">22. Dezember</a> <a href="1788" title="1788">1788</a> ebenda) war ein englischer <a href="Chirurg" class="mw-redirect" title="Chirurg">Chirurg</a>. Er war ein <a href="Innovation" title="Innovation">innovativer</a> <a href="Operation_(Medizin)" title="Operation (Medizin)">Operateur</a> und Lehrer und gilt als bedeutender <a href="Autor" title="Autor">Fachschriftsteller</a> des 18. Jahrhunderts. Wegen des großen Einflusses seiner <a href="Analyse" title="Analyse">analytischen</a> Beschreibungen <a href="Symptom" title="Symptom">klinischer</a> und <a href="Pathologische_Anatomie" class="mw-redirect" title="Pathologische Anatomie">pathologisch-anatomischer</a> Beobachtungen ist sein Name in mehreren medizinischen Bezeichnungen enthalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben_und_Wirken">Leben und Wirken</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Umfeld_und_Karriere">Umfeld und Karriere</h3></div>
<p>Percivall Potts Eltern stammten aus gesellschaftlich angesehenen Familien. Seine Mutter Elisabeth war als geborene Symonds Tochter eines Weinhändlers, als verwitwete Houblon Schwiegertochter eines mächtigen <a href="John_Houblon" title="John Houblon">Funktionärs</a>. Nach dem Tod ihres ersten Mannes heiratete sie Percivall Pott (Vater). Dieser stammte aus einer alten Familie von Händlern und Handwerkern und amtete als öffentlicher <a href="Schreiber" title="Schreiber">Schreiber</a> und <a href="Notar" title="Notar">Notar</a> (englisch <i>scrivener-notary</i>). Als auch er starb, war der in der Londoner <i><a href="Threadneedle_Street" title="Threadneedle Street">Threadneedle Street</a></i> geborene Klein Percivall noch sehr jung. Der Heranwachsende wurde auf eine Privatschule in <a href="Kent" title="Kent">Kent</a> geschickt. Da er sich im Umgang mit <a href="Altsprachlicher_Unterricht" title="Altsprachlicher Unterricht">klassischen Texten</a> gewandt zeigte, und einer der fördernden Verwandten seiner Mutter der Bischof <a href="Liste_der_Bisch%C3%B6fe_von_Gloucester" title="Liste der Bischöfe von Gloucester">Joseph Wilcocks</a> war, hätte ihm dem Wunsch seiner Familie entsprechend eine Laufbahn als Kleriker nahe gelegen. Doch Percivall Pott entschied sich für die Chirurgie.
</p><p>Nach dem Schulabschluss wurde Pott für ein Lehrgeld von 200 <a href="Guinee" title="Guinee">Guineen</a> Lehrling bei Edward Nourse jr., einem <a href="Wundarzt" title="Wundarzt">Wundarzt</a> in <a href="London" title="London">London</a>. In siebenjähriger Ausbildungszeit erlernte er das Handwerk des Chirurgen. Verbindliche Ausbildungsordnungen für <a href="Praktischer_Arzt" title="Praktischer Arzt">Praktiker heilender Künste</a> gab es im London des frühen 18. Jahrhunderts nicht, allerdings strenge Zulassungsprüfungen für die organisierten Berufe. Wie die Apotheker waren die Chirurgen in einer <a href="Livery_Company" title="Livery Company">Livery Company</a> zusammengeschlossen, einer in London auch allgemeinpolitisch mächtigen Verbandsform für Berufsgruppen, die als achtbar galten. In dieser ursprünglich <a href="Zunft" title="Zunft">zünftigen</a> Gesellschaft waren die Wundärzte seit 1540 mit den <a href="Barbier" title="Barbier">Barbieren</a> verbunden (Worshipful Company of Barbers and Surgeons).
</p><p>Das <a href="Royal_College_of_Physicians" title="Royal College of Physicians">Royal College of Physicians</a> als Standesvertretung der akademischen Mediziner nahm traditionell fast nur Absolventen der englischen Universitäten Cambridge und Oxford auf und sah sich durch qualifiziertem Zustrom aus dem Ausland zunehmend unter Argumentationsdruck gesetzt. Dass es in der großen, wachsenden Handelsmetropole bis ins 19. Jahrhundert keine <a href="University_of_London" title="University of London">Universität</a> gab, war ein Grund, weshalb sich dort <a href="Fr%C3%BChe_Neuzeit" title="Frühe Neuzeit">frühneuzeitliche</a> Formen der <a href="Wissenschaftsgeschichte" title="Wissenschaftsgeschichte">wissenschaftlichen Wissensproduktion</a> auf breiter Basis entwickeln konnten. Mit der <a href="Royal_Society" title="Royal Society">Royal Society</a> war ein wichtiges internationales Netzwerk entstanden, das nicht zuletzt wegen seines Zentrums in der britischen Hauptstadt und der dortigen Situation heute bekannter ist als andere <a href="Naturforscher" class="mw-redirect" title="Naturforscher">naturforschende</a> <a href="Gelehrtengesellschaft" title="Gelehrtengesellschaft">Gelehrtengesellschaften</a> dieser Zeit. Gerade im lokalen Bereich kamen viele Mitglieder aus dem Berufsstand der Wundärzte.
</p>
<p>Manche Chirurgen und Mediziner, die sich in ihrer privaten Praxis oft eher sozial privilegierten Menschen widmeten, befassten sich zudem in <a href="Krankenhaus#Geschichte" title="Krankenhaus">Hospitälern</a> mit dem Elend der Armen. Die <a href="Karitas" class="mw-redirect" title="Karitas">karitative</a> Tätigkeit verband sich mit dem Erwerb umfangreichen Erfahrungswissens; beides erhöhte auch das Prestige dieser Ärzte. Besonders fähige und glückliche wurden auf offizielle Posten in den Anstalten berufen. Die Chirurgen nahmen auch ihre Lehrlinge mit. Im <a href="St_Thomas'_Hospital" class="mw-redirect" title="St Thomas' Hospital">St. Thomas’s Hospital</a> und im <a href="St_Bartholomew%E2%80%99s_Hospital" title="St Bartholomew’s Hospital">St Bartholomew’s Hospital</a> war es darüber hinaus schon im frühen 18. Jahrhundert möglich, als zahlender Gast auch ohne persönliche Beziehungen einige Monate am Hospitalbetrieb teilzunehmen, andere Häuser folgten. Daraus sollte sich ein organisierter Schulbetrieb entwickeln und Percivall Pott dabei prominent Anteil haben.
</p><p>Durchaus nicht selbstverständlich war zu Potts Lehrzeiten auch eine systematische Ausbildung in <a href="Anatomie" title="Anatomie">Anatomie</a>. Allerdings galten möglichst genaue Kenntnisse des Baus des menschlichen <a href="K%C3%B6rper_(Biologie)" title="Körper (Biologie)">Körpers</a> gerade für ambitionierte Wundärzte als wichtig. In London wurden Vorträge mit Demonstrationen teilweise von ihrer Gesellschaft organisiert. Immer wichtiger wurden dort im 18. Jahrhundert aber private <a href="Anatomisches_Theater" title="Anatomisches Theater">Anatomieschulen</a>. Sie wurden von Chirurgen betrieben und waren auch kommerziell ausgerichtet. Neben dem gelehrsamen Nachwuchs konnte auch sonstiges interessiertes <a href="Publikum" title="Publikum">Publikum</a> dort Veranstaltungen besuchen.
</p><p>Mit Edward Nourse hatte Pott Aufnahme bei einem Lehrmeister gefunden, der im St Bartholomew’s Hospital arbeitete und auch eine eigene Anatomieschule unterhielt. Von Anfang an fand sich der Lehrling bei der Versorgung von hospitalisierten Patienten beteiligt und arbeitete für die Anatomieschule. Das Herstellen und Zeichnen von <a href="Pr%C3%A4parat" title="Präparat">Präparaten</a> wurde eine seiner Hauptaufgaben. Diese <a href="Prosektor" title="Prosektor">Prosektorentätigkeit</a> war für sein weiteres Schaffen von großer Bedeutung.
</p><p>Am 7. September 1736 durfte der Zweiundzwanzigjährige zur Aufnahmeprüfung der Gesellschaft der Barbiere und Wundärzte antreten, obwohl er wegen eines Patientenbesuchs erheblich verspätet erschienen war. Er bestand mit Auszeichnung. In der Fenchurch Street, wo er mit Mutter und Halbschwester lebte, eröffnete er seine erste Praxis. 1745 wurde Nourse ordentlicher Chirurg im St Bartholomew’s Hospital; Pott, der sich dort schon einige Jahre zuvor erfolglos für eine freie Stelle beworben hatte, wurde sein Nachfolger im Amt eines Assistenzchirurgen.
</p><p>Im gleichen Jahr wurden die Wundärzte nach längeren Auseinandersetzungen organisatorisch von den mit Haarpflege und <a href="Kosmetik" title="Kosmetik">Kosmetik</a> befassten Barbieren gelöst und bildeten eine eigene Gesellschaft. Pott gehörte zur betreibenden Fraktion um <a href="William_Cheselden" title="William Cheselden">William Cheselden</a> und John Freke (welcher ein Leiter von St Bartholomew’s und dort ein institutionalisierter Spezialist für Augenleiden sowie erster Kustos einer noch kleinen Sammlung anatomischer und chirurgischer Präparate war). Dieses Ereignis war ein Höhepunkt einer Entwicklung von <a href="Emanzipation" title="Emanzipation">Emanzipation</a> und <a href="Macht" title="Macht">Machtgewinn</a> der Vertreter der Kunst und Wissenschaft der Chirurgie, wie sie sich auf ihrer ersten Sitzung nannten. Die Stärke der organisierten Wundärzte in der Metropole zeigte sich auch in der <a href="Marginalisierung" title="Marginalisierung">Marginalisierung</a> anderer <a href="Handwerkschirurgen" class="mw-redirect" title="Handwerkschirurgen">chirurgischer Berufe</a>. Bereits 1730 war beispielsweise der letzte <a href="Lithotomus" title="Lithotomus">Steinschneider</a> des St Bartholomew’s Hospital außer Dienst gegangen; seine Aufgaben wurden von <a href="Profession" class="mw-redirect" title="Profession">professionalisierten</a> Chirurgen weitergeführt. 1800 sollte die Gesellschaft der Wundärzte zum <a href="Royal_College_of_Surgeons_of_England" title="Royal College of Surgeons of England">Royal College of Surgeons</a> werden.
</p>
<p>1745 starb auch Potts Mutter. Kurz darauf heiratete er Sarah Cruttenden, Tochter eines Direktors der <a href="Britische_Ostindien-Kompanie" title="Britische Ostindien-Kompanie">Britischen Ostindien-Kompanie</a>. Aus der Verbindung gingen neun Kinder hervor, von denen nur das erstgeborene nicht das Erwachsenenalter erreichte. In die Watling Street umgezogen, eröffnete er eine eigene Anatomieschule. Ab 1749 besetzte Pott eine Stelle als ordentlicher Chirurg im St Bartholomew’s Hospital, in der er bis 1787 verblieb.
</p><p>Am fünften Juli 1751 wurden Percivall Pott und <a href="William_Hunter_(Mediziner%2C_1718)" title="William Hunter (Mediziner, 1718)">William Hunter</a> in der Gesellschaft der Wundärzte zu Lektoren (<a href="Magister#Wortherkunft" title="Magister">masters</a>) der Anatomie gewählt. Die Chirurgen hatten nach der Spaltung zunächst Räumlichkeiten der Gesellschaft der Drucker-Buchhändler (stationers) für Versammlungen genutzt. Mit den neuen Lektoren weihten sie einen eigenen Sitz am damaligen <a href="Old_Bailey" title="Old Bailey">Old Bailey</a> ein, wo sich auch die Behörde der Strafjustiz befand. Ein Hauptgrund dieser Verbindung war das humananatomische Interesse der Chirurgen an den Überresten gesunder junger Erwachsener. Mit einer Strafrechtsreform des Jahres 1752 wurde die anatomische Sektion Hingerichteter offiziell zu einer Alternative zur Zurschaustellung des Leichnams an öffentlichen Plätzen. Beides waren verschärfte Varianten der Todesstrafe, die auch abschreckend gedacht waren.
</p><p>1764 wurde Pott in die Royal Society gewählt. Im Folgejahr wurde er durch eine weitere Abstimmung in der Gesellschaft der Chirurgen zu deren Vorsteher (master).
</p><p>Percivall Potts Familie wuchs ebenso wie die Nachfrage an Diensten von ihm und seinen Mitarbeitern in privater Praxis und Schule. Mit den Seinen zog er öfters um, zuletzt residierte er in einem Haus am Hanover Square. Ab den späteren 1760er Jahren soll seine Praxis als die größte, angesagteste und lukrativste im damaligen London gegolten haben. Zu seinen Patienten gehörten in ihren jeweiligen <a href="Metier" title="Metier">Metiers</a> ebenfalls <a href="Prominenz" title="Prominenz">hervorragende Persönlichkeiten</a> wie <a href="Samuel_Johnson" title="Samuel Johnson">Samuel Johnson</a>, <a href="David_Garrick_(Schauspieler)" title="David Garrick (Schauspieler)">David Garrick</a> und <a href="Thomas_Gainsborough" title="Thomas Gainsborough">Thomas Gainsborough</a>.
Seine Schüler waren neben vielen anderen Charles Blicke, <a href="John_Abernethy_(Mediziner)" title="John Abernethy (Mediziner)">John Abernethy</a> und <a href="John_Hunter_(Mediziner)" title="John Hunter (Mediziner)">John Hunter</a>.
</p><p>Pott gehörte in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu den meist beschäftigten und damit auch erfahrensten Chirurgen Englands. Seine große Bekanntheit zog viele europäische Chirurgen und auch studierte Mediziner nach St Bartholomew’s, wo er ein gefragter Lehrer war.
</p><p>Er veröffentlichte eine Reihe bedeutender medizinischer Beiträge. Pott erlangte dadurch große Bekanntheit und manche seiner Methoden fanden weite Verbreitung. Er publizierte durchweg in <a href="Volkssprache" title="Volkssprache">Volkssprache</a>, wie es unter britischen Chirurgen seiner Zeit durchaus normal war. Seine wichtigsten Schriften wurden in andere europäische Sprachen übersetzt und machten Percivall Potts Namen weit über England hinaus bekannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unfallfolgen">Unfallfolgen</h3></div>
<p>Bereits 1739 erschien eine Arbeit Potts in den <a href="Philosophical_Transactions" class="mw-redirect" title="Philosophical Transactions">Philosophical Transactions</a>. In dieser <a href="Kasuistik" title="Kasuistik">Fallgeschichte</a> geht es um die Leiden und Befunde eines Mannes, dem Pott einen zwischen der Muskulatur des Oberschenkels gelegenen <a href="Tumor" title="Tumor">Tumor</a> entfernt hatte. Der Patient war zunächst beschwerdefrei, entwickelte dann aber vielfältige Probleme; diverse medizinische Therapien und ein Kuraufenthalt in <a href="Bath" title="Bath">Bath</a> brachten keine Abhilfe. Er starb nach zwei Jahren. Sein Chirurg durfte ihn sezieren und beschrieb viele weitere Tumore im Bereich der Knochen und anderen Organen. (Diese später wenig beachtete Schrift stellt möglicherweise eine frühe Beschreibung ausgeprägter <a href="Metastase" title="Metastase">Metastasierung</a> infolge eines <a href="Liposarkom" title="Liposarkom">Liposarkoms</a> dar.) Aus den folgenden Jahren sind keine Veröffentlichungen bekannt. Ab der zweiten Hälfte der 1750er-Jahre schrieb und publizierte er die Arbeiten, die seinen Nachruhm begründeten.
</p>
<p>Es wird häufig angeführt, dass ein Knochenbruch den Anstoß zu seiner <a href="Literatur" title="Literatur">literarischen</a> Produktivität gegeben haben soll. Pott besuchte Patienten zu Pferde. An einem kalten Januartag des Jahres 1756 hatte sein Weg über die Themse nach <a href="Southwark" class="mw-redirect" title="Southwark">Southwark</a> geführt, in ein Lock Hospital. (So hießen in England die alten <a href="Lazarus-Orden#Geschichte" title="Lazarus-Orden">Lepra-Hospitäler</a> und ihre Nachfolgeeinrichtungen, in denen zu seiner Zeit <a href="Venerisch" class="mw-redirect" title="Venerisch">venerisch</a> erkrankte Patienten untergebracht waren.) Auf dem Heimweg hatte er einen Reitunfall, bei dem er sich einen offenen Beinbruch zuzog. Um möglichst gut gelagert und erschütterungsarm nach Hause zu kommen, schickte der erfahrene Wundarzt um Sänftenträger und eine Tür. Auf der improvisierten Trage heimgelangt, sah er sich bald mehreren zusammengekommenen Fachkollegen in der <a href="Soziale_Rolle" title="Soziale Rolle">Patientenrolle</a> gegenüber. Er hatte bereits seine Einwilligung zur Amputation gegeben – einer seinerzeit durchaus üblichen Methode, um eine offene <a href="Knochenbruch" title="Knochenbruch">Fraktur</a> zu behandeln und das erhebliche Risiko <a href="Sepsis" title="Sepsis">tödlicher Folgen</a> entzündlicher Komplikationen zu senken - als Nourse erschien, und <a href="Konservative_Therapie" title="Konservative Therapie">konservativem Vorgehen</a> eine Chance gab. Der <a href="Reposition_(Medizin)" title="Reposition (Medizin)">repositionierte</a> Knochen <a href="Knochenbruchbehandlung#Frakturheilung" title="Knochenbruchbehandlung">wuchs wieder zusammen</a>, die gut versorgte äußere Wunde verheilte unkompliziert. Nach einiger Zeit konnte Pott sich wieder unbehindert bewegen. Pott war laut Scharizer<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der erste Arzt, der die Notwendigkeit erkannt hatte, bei einer <a href="Knochenbruchbehandlung" title="Knochenbruchbehandlung">Knochenbruchbehandlung</a> auch die benachbarten Gelenke ruhigzustellen.
</p><p>Während der Zeit seiner <a href="Rekonvaleszenz" title="Rekonvaleszenz">Rekonvaleszenz</a> stellte er Beobachtungen zu <a href="Hernie" title="Hernie">Eingeweidebrüchen</a> schriftlich zusammen. Eine wichtige Feststellung war dabei, dass auch dergleichen Eingeweideverschiebungen auftreten, die nicht Folge erworbener Brüche (Risse im Gewebe) sind, sondern angeborenen anatomischen Gegebenheiten folgen. Die bald erfolgte Veröffentlichung hätte beinahe zum Bruch mit Kollegen geführt, was sich im nächsten Abschnitt ausgeführt findet.
</p><p>Bedeutende Beiträge lieferte Pott auch zur Diagnose und Behandlung von Kopfverletzungen. In <i>Injuries of the Head from External Violence</i> (so der Kurztitel eines in erster Version 1760 erschienenen Werks) sind diverse Fälle beschrieben, die im Zusammenhang mit Gewalttätigkeit, Arbeit, Verkehr und nicht selten auch typischen englischen Sportarten der Zeit vorgekommen sind. Ein Mann wurde von einer Menschenmenge niedergetrampelt, die einen anderen vor einer Zwangsrekrutierung retten wollte. Viele Verletzungen hatten mittelfristig tödliche Folgen; manchmal konnte Pott aber auch erfolgreich helfen. Aus seinen Erfahrungen zog er generelle Schlüsse und präsentierte sein therapeutisches Vorgehen. So ist zum Beispiel eine von ihm entworfene Apparatur dargestellt, die sowohl der <a href="Trepanation" title="Trepanation">Trepanation</a> als auch dem Anheben von nach innen gedrückten Knochenbruchstücken bei <a href="Impressionsfraktur" class="mw-redirect" title="Impressionsfraktur">Impressionsfrakturen</a> des Schädels diente. Das technische Prinzip kann an Entkorkungsvorrichtungen erinnern.
</p><p>Hier finden sich auch mittelfristige <a href="Sch%C3%A4del-Hirn-Trauma" title="Schädel-Hirn-Trauma">Folgen von Gewalteinwirkung</a> diskutiert, die sich mitunter ohne vorliegende Frakturen oder äußere Verletzungen entwickeln. <a href="Stumpfsinn" class="mw-disambig" title="Stumpfsinn">Stumpfsinn</a>, <a href="Bewusstseinsst%C3%B6rung" title="Bewusstseinsstörung">Verlust von Bewusstsein</a>, <a href="K%C3%B6rperliche_Aktivit%C3%A4t" title="Körperliche Aktivität">willkürlicher Beweglichkeit</a> etc. interpretierte Pott als <a href="Hirndruck" title="Hirndruck">Hirndruckzeichen</a>. Die Ursache sah er in innerlichem Flüssigkeitsaustritt und differenzierte anatomisch dessen mögliche Verortung in der Substanz des <a href="Gehirn" title="Gehirn">Gehirns</a>, seinen <a href="Hirnventrikel" title="Hirnventrikel">Ventrikeln</a>, zwischen seinen <a href="Hirnhaut" class="mw-redirect" title="Hirnhaut">Membranen</a> oder der äußersten Membran und der Schädeldecke. Ganz <a href="Konventionell" class="mw-redirect" title="Konventionell">konventionell</a> sah er <a href="Aderlass" title="Aderlass">Aderlass</a> als angebrachte Therapie, die bei Kopfverletzungen auch schon zur Vorbeugung derartiger Komplikationen angezeigt wäre. Dabei räumte er aber ein, dass es schwierig sei, Leute von derartigem Vorgehen zu überzeugen, die nur einen Schlag auf den Deckel bekommen haben (<i>knock on the pate</i>).
</p><p>Schnellstmöglich operativ Entlastung zu schaffen, mahnte er für Fälle an, bei denen es zu Entzündung der <a href="Hirnhaut#Dura_mater" class="mw-redirect" title="Hirnhaut">Dura mater</a> und Ansammlung von Eiter zwischen ihr und dem Schädelknochen komme. Hierfür beschrieb er als <a href="Leitsymptom" title="Leitsymptom">typisches Zeichen</a> eine umschriebene, schmerzlose <a href="Tumor" title="Tumor">Schwellung</a> der Kopfhaut, die er immer wieder vergesellschaftet mit <a href="M%C3%BCdigkeit" title="Müdigkeit">Müdigkeit</a>, <a href="Agitation_(Medizin)" title="Agitation (Medizin)">Unruhe</a>, <a href="Kopfschmerz" title="Kopfschmerz">Kopfschmerz</a>, <a href="Tremor" title="Tremor">Zittern</a> und anderen <a href="Symptom" title="Symptom">Symptomen</a> beobachtet hatte. Pott’s puffy tumor (<a href="Amerikanisches_Englisch" title="Amerikanisches Englisch">amer.</a>, international inzwischen gebräuchlicher als <a href="Britisches_Englisch" title="Britisches Englisch">brit.</a>: tumour, Eindeutschung unüblich), der in der Regel im Zusammenhang mit <a href="Osteitis" class="mw-redirect" title="Osteitis">Knochenbeteiligung</a> auftritt, gilt heute als vergleichsweise selten und kann sich auch ohne vorangegangene Verletzung und <a href="Meningitis" title="Meningitis">Hirnhautentzündung</a> infolge von komplizierten <a href="Sinusitis" title="Sinusitis">Stirnhöhlenentzündungen</a> zeigen.
</p><p><i>Some few Remarks upon Fractures and Dislocations</i>, erstmals im Jahre 1768 erschienen, ist eine weitere Abhandlung <a href="Traumatologie" class="mw-redirect" title="Traumatologie">traumatologischer</a> Themen.
</p><p>Pott differenzierte Knochenbrüche nicht nur nach der Skelettanatomie, er betonte auch die Rolle des mitbeteiligten Weichgewebes und führte funktionelle Aspekte aus. Bei diesem einflussreichen Werk ist besonders die Beschreibung von <a href="Subluxation" title="Subluxation">Ausrenkungen</a> des Fußes mit <a href="Sprunggelenkfraktur" title="Sprunggelenkfraktur">Brüchen im Knöchelbereich</a> hervorzuheben. <i>Pott’s Fracture</i> wurde später im Englischen als Überbegriff für diese Verletzungen gebräuchlich; auf dem <a href="Kontinentaleuropa" title="Kontinentaleuropa">Kontinent</a> wurde ein spezieller hier beschriebener <a href="Fibulafraktur" title="Fibulafraktur">Wadenbeinbruch</a> oberhalb des Außenknöchels als <a href="Pott-Fraktur" title="Pott-Fraktur">Pott-Fraktur</a> bekannt, bei dem gleichzeitig der den Innenknöchel mit <a href="Sprungbein" title="Sprungbein">Sprung-</a> und <a href="Fersenbein" title="Fersenbein">Fersenbein</a> verbindende <a href="B%C3%A4nderriss" title="Bänderriss">Bandapparat durchreißt</a>.
</p><p>Bezüglich der Therapie betonte Pott die Notwendigkeit guter Lagerung mit entspannter Muskulatur.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ein_Gelehrtenstreit">Ein Gelehrtenstreit</h3></div>
<p><i>A Treatise on Ruptures</i> (1756) gilt als die Arbeit, die Potts Ruf als hervorragender medizinischer Autor begründete. <a href="Leistenbruch" title="Leistenbruch">Unterleibsbrüche</a> waren ein großes Thema in der damaligen Chirurgie. Bei solchen Leistenhernien verlagern sich Baucheingeweide mitunter in den <a href="Hodensack" title="Hodensack">Hodensack</a> bzw. die äußeren <a href="Schamlippe" class="mw-redirect" title="Schamlippe">Schamlippen</a>. Pott beschrieb eine besondere Art, zu der er in einer bald folgenden kleineren Veröffentlichung noch genauere Ausführungen nachreichte. Bei männlichen Neugeborenen und manchmal auch bei Erwachsenen hatte er wiederholt Fälle gesehen, bei denen Darmschlingen oder Teile der die Bauchorgane bedeckenden <a href="Omentum_majus" title="Omentum majus">Gewebeschürze</a> direkt den <a href="Hoden" title="Hoden">Hoden</a> berührten und trennende Hüllstrukturen fehlten, die gemäß der aktuellen Lehrmeinung zu erwarten gewesen wären.
</p><p>Pott war nicht der einzige, der derartige <a href="Leistenbruch#Symptome_und_ihre_Ursachen" title="Leistenbruch">angeborene Hernien</a> untersuchte. Alsbald sah er sich Vorwürfen ausgesetzt, in seinen Veröffentlichungen würden Untersuchungsergebnisse Anderer verwertet und die Namen dieser Anderen nicht erwähnt.
</p><p>William Hunter war das <a href="Ph%C3%A4nomen" title="Phänomen">Phänomen</a>, dass Darmanteile und der Hoden in der gleichen Hülle liegen können, im Jahre 1748 durch den Kollegen Samuel Sharp zur Aufmerksamkeit gebracht worden. Gemeinsam konnten sie bald darauf einen Mann mit beidseitigen Hodensackbrüchen sezieren, bei dem sie einerseits einen Bruchsack aus <a href="Bauchfell" title="Bauchfell">Bauchfell</a> und die <a href="Processus_vaginalis" title="Processus vaginalis">Scheidenhaut</a> als trennende Strukturen beobachteten, andererseits eine offene Verbindung. Zwei Jahre später veröffentlichte Sharp seine Ansicht, dass offene Brüche durch Riss der trennenden Strukturen entstünden.
</p><p>1755 erschienen <a href="Albrecht_von_Haller" title="Albrecht von Haller">Albrecht von Hallers</a> <i>Opuscula Pathologica</i>. Hier findet sich beschrieben, dass die Hoden beim Ungeborenen im Rumpf bei den Nieren liegen und in einem graduellen, noch nicht genau aufgeklärten Prozess in den Hodensack gelangen (nach Hallers Ansicht durch Bewegungen der Rumpfmuskulatur). Da dazu eine Aussackung des Bauchfells besteht, können auch eigentliche Baucheingeweide in den Hodensack gelangen: kongenitale Hernien (vgl.: <a href="Albrecht_von_Haller#Anatomie" title="Albrecht von Haller">Habenula Halleri</a>).
</p><p>Im Hause Hunter kam es zu neuen Untersuchungen. William war ein angesehener Geburtshelfer, der immer wieder auch schwierige Fälle betreute. Da manchmal auch der Beste machtlos ist, mangelte es nicht an anatomischem Material. Sein jüngerer Bruder John, gerade am Anfang einer großen Karriere, widmete sich in der Zeit vor Potts Unfall intensiv dem Studium des <a href="Descensus_testis" title="Descensus testis">Abstiegs des Hodens</a> beim <a href="Fetus" class="mw-redirect" title="Fetus">Fetus</a>. William Hunter behauptete, John habe seinem alten Lehrer Pott die Präparate gezeigt und seine Überlegungen erzählt; Pott behauptete, nur ein Objekt kurz gesehen und kein Gespräch zum Thema geführt zu haben. Auch Hallers Werk wollte er während der Abfassung seiner Arbeiten nicht gekannt haben.
</p><p>Der ältere Hunter war bereits mit den <a href="Alexander_Monro_II." title="Alexander Monro II.">Monros</a> in vergleichbare Auseinandersetzungen verwickelt. Streitigkeiten um die <a href="Priorit%C3%A4t" title="Priorität">Priorität</a> von persönlichen Entdeckungsleistungen und <a href="Plagiat" title="Plagiat">Plagiatsvorwürfe</a> waren keineswegs unüblich unter frühneuzeitlichen Anatomen. Die zahlreichen Eigennamen von Verfassern einflussreicher Beschreibungen in anatomischen Bezeichnungen zeugen von der Wichtigkeit der <a href="Idee" title="Idee">Idee</a> der <a href="Autor" title="Autor">Autorschaft</a>.
Wenig Zurückhaltung wurde im <a href="Res_publica_literaria" title="Res publica literaria">Wissenschaftsbetrieb</a> der <a href="Aufkl%C3%A4rung" title="Aufklärung">Aufklärungszeit</a> oft bei der Veröffentlichung von <a href="Polemik" title="Polemik">Polemik</a> gezeigt.
Pott scheint sich relativ gelassen verhalten zu haben; jedenfalls führte er an, dass derartige Auseinandersetzungen in wissenschaftlichen Publikationen für inhaltlich interessierte Außenstehende doch nur unverständlich und störend seien und würdigte die Anderen in der nächsten Auflage. William Hunter schrieb später, seinerseits vielleicht etwas überreagiert zu haben und von Pott in der Angelegenheit immer als <a href="Gentleman" title="Gentleman">Gentleman</a> behandelt worden zu sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Eine_Berufskrankheit_und_ein_Altersleiden">Eine Berufskrankheit und ein Altersleiden</h3></div>
<p>Eine besondere Stellung in der <a href="Geschichte_der_Medizin" title="Geschichte der Medizin">Geschichte der Medizin</a> nimmt der im London der frühen <a href="Industrialisierung" title="Industrialisierung">Industrialisierung</a> beheimatete Pott auch ein, weil er Zusammenhänge zwischen Erkrankungen, Arbeitsbedingungen und Reizstoffen beschrieb. Deshalb wird er gerne als Vordenker der <a href="Epidemiologie" title="Epidemiologie">Epidemiologie</a>, hygienischer Fächer und der <a href="Krebsforschung" class="mw-redirect" title="Krebsforschung">Krebsforschung</a> angeführt. Eine Veröffentlichung aus dem Jahre 1775 gilt als erste Erwähnung einer chemischen <a href="Noxe" title="Noxe">Noxe</a> als <a href="Karzinogen" title="Karzinogen">Karzinogen</a> und als erste Zuordnung einer spezifischen <a href="Krebs_(Medizin)" title="Krebs (Medizin)">Krebserkrankung</a> zu einer Berufsgruppe.
</p><p>Pott stellte eine Häufung von Krebs des <a href="Hodensack" title="Hodensack">Hodensacks</a> (Skrotalkarzinom) bei <a href="Schornsteinfeger" title="Schornsteinfeger">Schornsteinfegern</a> fest. Diese waren häufig als <a href="Waise" title="Waise">Waisenkinder</a> in ihren Beruf geraten. Deren Lebensbedingungen beschrieb Pott als außergewöhnlich hart. Bereits in ihrer frühen Kindheit wurden sie meist sehr brutal behandelt und waren Hunger und Kälte ausgesetzt. Eine wichtige Aufgabe der kleinen Menschen war es, Kamine von innen zu reinigen, was schon akut oft zu Prellungen, Verbrennungen und Luftmangel führte. Ab dem Erreichen der Pubertät zeigten sie sich besonders anfällig für eine schmerzhafte und tödliche Erkrankung. Die im Genitalbereich verortete Neubildung bot meist ein <a href="Ulcus" title="Ulcus">ulzeriertes</a> Bild und wurde von Ärzten wie von Betroffenen oft für eine venerische Erscheinung gehalten. Allerdings war in der Branche auch die Bezeichnung Ruß-Warze (<i>soot wart</i>) gängig. Pott hielt fest, dass es sich dabei um einen Krebs handle und ein ursächlicher Zusammenhang mit der langfristigen Ablagerung von Ruß in Hautfalten sehr wahrscheinlich sei. (Nach späterer differenzierterer Begrifflichkeit wären die von Pott beobachteten Krebse als <a href="Plattenepithelkarzinom" title="Plattenepithelkarzinom">Plattenepithelkarzinome</a> zu deuten; sie haben ihren Ursprung in der geschädigten <a href="Epidermis_(Wirbeltiere)" title="Epidermis (Wirbeltiere)">Oberhaut</a>. Für Kaminreinigungsarbeiten im <a href="Geschichte_des_K%C3%B6nigreichs_Gro%C3%9Fbritannien" title="Geschichte des Königreichs Großbritannien">Königreich</a> wurde 1788 ein Mindestalter von acht Jahren gesetzlich verfügt, 1840 auf 21 Jahre heraufgesetzt; die Wirksamkeit gilt als gering.)
</p>
<p>Im selben Buch, <i>Chirurgical observations relative to the cataract, the polypus of the nose, cancer of the scrotum, different kinds of ruptures, and the mortification of the toes and feet</i> (1775), stellte Pott auch neue Beobachtungen zu einem altbekannten Phänomen dar. <a href="Gangr%C3%A4n" title="Gangrän">Gangrän</a> war nicht nur ein Problem, das oft größeren Verletzungen (zum Beispiel bei offenen Knochenbrüchen) folgte und sich dann als abgestorbenes Gewebe in den entzündeten Wunden zeigte. Gewebsuntergang und Schwarzwerden wurde gelegentlich auch bei äußerlich unverletzten Zehen und Füßen älterer Menschen beobachtet. In der Regel betraf es ohnehin bereits erheblich eingeschränkte Personen, die sich nicht zuletzt in Hospitälern fanden. Noch heute ist Amputation die Standardtherapie bei derartigen Zuständen, die das Leben der Betroffenen mitunter zu verlängern vermag. Pott sezierte <a href="Amputat" title="Amputat">Amputate</a> und Verstorbene. Dabei stellte er immer wieder fest, dass <a href="Arterie" title="Arterie">zuführende Blutgefäße</a> in den Beinen <a href="Arteriosklerose" class="mw-redirect" title="Arteriosklerose">verhärtet</a> und <a href="Stenose" title="Stenose">verschlossen</a> waren. Dies sah er als Ursache von <a href="Isch%C3%A4mie" title="Ischämie">Blutleere</a>, die am unteren Ende am stärksten ausgeprägt ist und dort zum Gewebsuntergang führt. Noch heute ist im angelsächsischen medizinischen Sprachgebrauch <i>Pott’s gangrene</i> eine Bezeichnung für dieses Endstadium der <a href="Arterielle_Verschlusskrankheit" class="mw-redirect" title="Arterielle Verschlusskrankheit">peripheren arteriellen Verschlusskrankheit</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Morbus_Pott">Morbus Pott</h3></div>
<p>Besonders häufig wurde Potts Name in späteren Jahrhunderten in den Bezeichnungen Pott’sche Krankheit (<b>Morbus Pott</b>) und Pott’scher Buckel (Pott-Gibbus) gebraucht. Der tuberkulöse Gibbus, genannt auch Pott’scher Buckel, wurde 1779 von Percivall Pott (ohne Kenntnis seiner <a href="%C3%84tiologie_(Medizin)" title="Ätiologie (Medizin)">Ätiologie</a>)<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> beschrieben. Seit alten Zeiten litten Menschen mit <a href="Kyphose" title="Kyphose">Gibbus</a> der Wirbelsäule<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in Form von Spitzbuckeln (angulären <a href="Kyphose" title="Kyphose">Kyphosen</a>) sehr oft auch unter anderen Problemen bzw. Folgen des Gibbus. Schon im <a href="Corpus_Hippocraticum" title="Corpus Hippocraticum">hippokratischen Schrifttum</a> (<i>de articulis</i>) soll sich häufige Vergesellschaftung mit <a href="L%C3%A4hmung" title="Lähmung">Lähmungen</a> und auch mit Lungenkrankheit angeführt finden.
</p>
<p>Potts Ansatzpunkt gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren Lähmungen (<a href="Parese#Paraparese" title="Parese">Paraparesen</a>)<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der Beine, die immer wieder bei dieser typischen Krümmung der <a href="Wirbels%C3%A4ule" title="Wirbelsäule">Wirbelsäule</a> beobachtet wurden und ihr mitunter auch vorausgingen (<i>Remarks on that kind of Palsy of the Lower Limbs which is frequently found to accompany a Curvature of the Spine and is supposed to be caused by it</i>, 1779). Am häufigsten waren Kinder betroffen. Von ärztlicher Seite wurden oft nur die Muskellähmungen beachtet, ansonsten war die Annahme gängig, dass verschobene <a href="Wirbelk%C3%B6rper" class="mw-redirect" title="Wirbelkörper">Wirbelkörper</a> das <a href="R%C3%BCckenmark" title="Rückenmark">Rückenmark</a> zusammendrücken. Pott betrachtete Lähmungen differenziert und wies darauf hin, dass bei den mit der Rückenkrümmung assoziierten Lähmungen die Muskulatur nicht schlaff sei, sondern sich <a href="Spastik" title="Spastik">spastisch</a> verhalte und meist auch die <a href="Sensibilit%C3%A4t_(Medizin)" class="mw-redirect" title="Sensibilität (Medizin)">Sensibilität</a> beeinträchtigt ist. Die Lähmungen zeigen sehr unterschiedliche Ausprägungen; schlimmstenfalls können die Betroffenen die Beine überhaupt nicht mehr bewegen, wobei er dann in der Regel auch Kontrollverlust über die Ausscheidung von Kot (<a href="Stuhlinkontinenz" title="Stuhlinkontinenz">Stuhlinkontinenz</a>) und Urin (<a href="Harninkontinenz" title="Harninkontinenz">Harninkontinenz</a>), Unvermögen zur <a href="Erektion" title="Erektion">Erektion</a> und andere Probleme feststellte. Der Anatom wies nach, dass nicht die Wirbelkörper in ihren Gelenken ausgerenkt sind, sondern dass ein zerstörerischer Prozess in der Knochensubstanz abläuft. Am Anfang der Erkrankung zeigen sich die Wirbelkörper weich und aufgetrieben, was er mit dem Bild der <a href="Rachitis" title="Rachitis">Rachitis</a> verglich. Im weiteren Verlauf weisen sie immer mehr <a href="Karies_(Begriffskl%C3%A4rung)" class="mw-disambig" title="Karies (Begriffsklärung)">kariöse</a> Zersetzung auf. Bei Lähmungserscheinungen sind meist zumindest zwei Wirbel befallen, manchmal drei, selten mehr. Der Prozess greift auf die <a href="Bandscheiben" class="mw-redirect" title="Bandscheiben">Bandscheiben</a> über und führt zu deren Zersetzung. Pott fand in der Regel auch die <a href="Ligamentum_longitudinale_posterius" title="Ligamentum longitudinale posterius">Wirbelkörperbänder</a> verdickt vor. Auch die Beteiligung von umgebendem Gewebe ist nach seiner Definition wesentlich. Meist finden sich <a href="Abszess#Ursache" title="Abszess">Abszesse</a> in der Muskulatur, die an der Wirbelsäule entspringt. Zunehmendes Zusammensinken der porösen Wirbelkörper oder auch akutes Einbrechen führt zur Buckelbildung. Mitunter spielt Gewalteinwirkung eine Rolle; Pott führte an, dass diese dann oft für die alleinige Ursache gehalten wird.
</p><p>Wieder war Pott nicht der Einzige, der zu diesem im damaligen Europa immer häufiger auftretenden Phänomen eine Erklärung der <a href="Pathologische_Anatomie" class="mw-redirect" title="Pathologische Anatomie">morbiden Anatomie</a> darlegte. Bereits im Vorjahr hatte Jean-Pierre David der französischen Académie Royale de Chirurgie vergleichbare Erkenntnisse vorgetragen, die ungefähr zeitgleich mit Potts Arbeit gedruckt erschienen. Der langfristige Einfluss muss ungleich geringer gewesen sein, wurde doch auch in Frankreich die Bezeichnung <i>mal vertébral de Pott</i> gebräuchlich.
</p><p>Diverse Streckmaschinerien wurden zur Therapie eingesetzt, was Pott als sehr gefährlich und nur kurzfristig wirksam kritisierte. (<a href="Orthese" title="Orthese">Therapeutische Korsette</a> sollten erst im 19. Jahrhundert aufkommen; die Folgen der ihm absurd erschienenen <a href="Korsett#Gesundheit_und_Kleiderreform" title="Korsett">Bekleidungsgepflogenheiten</a> der Europäerinnen dienten Pott als Beispiel für Wirbelsäulenverkrümmungen ohne Lähmungen.) Von einem Mediziner und einem Chirurgen in <a href="Worcester" title="Worcester">Worcester</a>, Dr. Cameron und Mr. Jeffries, lernte Pott eine Therapiestrategie, von deren erfolgreicher Anwendung ersterer im Hippokrates gelesen hatte. Sie bestand in Anlage und Unterhalt von Wunden beidseits der betroffenen Wirbel. Pott war überzeugt, dass so der kariöse Prozess Ableitung findet und die Bildung einer <a href="Ankylose" title="Ankylose">Ankylose</a> unterstützt wird. (Auf dem Kontinent waren derartige künstliche <a href="Eiter" title="Eiter">Eiterungen</a> als <a href="Haarseil" title="Haarseil">Fontanellen</a> bekannt, sie fanden bei diversen inneren Leiden Anwendung und sind im Zusammenhang mit <a href="Humoralpathologie" title="Humoralpathologie">humoralpathologischem</a> Denken zu sehen.) Pott experimentierte mit verschiedenen Verfahren und befand <a href="Kauterisierung" class="mw-redirect" title="Kauterisierung">Kauterisierung</a> als das am wenigsten schmerzhafte und sauberste. Er führte zahlreiche erfolgreiche Heilungen oder Besserungen von Lähmungen an. (Moderne Autoren wiesen auf die Bedeutung von Ruhe und Schonung hin, die eine Konsequenz des Verfahrens gewesen sein mag. Ankylosen an Stelle zerstörter Bandscheiben und damit Blockwirbel entstehen auch natürlicherweise; ohne orthopädische Maßnahmen bedingt <a href="Ossifikation" title="Ossifikation">Neubildung von Knochen</a> auch die Fixierung des Buckels.)
</p><p>Buckel, Lähmung und Abszesse wurden später als Pott-Trias bezeichnet. Für Pott gehörte das von ihm beschriebene Krankheitsbild zur <a href="Skrofulose" title="Skrofulose">Skrofulose</a>, die er auch als verdickte Oberlippe, <a href="Lymphadenitis" title="Lymphadenitis">Drüsenschwellung</a> im Kinn und Halsbereich, trockenen <a href="Husten" title="Husten">Husten</a>, Karies anderer Knochen und in vielen weiteren Formen kannte. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde Morbus Pott Teil des entstehenden modernen <a href="Idee" title="Idee">Konzepts</a> der <a href="Tuberkulose" title="Tuberkulose">Tuberkulose</a>. Pott’sche Krankheit wurde ein <a href="Synonym" title="Synonym">Synonym</a> für Spondylitis tuberculosa oder Tuberkulose der Wirbelsäule (<a href="ICD-10" title="ICD-10">ICD-10</a>: M49.0-, A18.01). Sie macht rund die Hälfte aller Fälle von Knochentuberkulose aus. In Weltgegenden mit niedriger <a href="Pr%C3%A4valenz" title="Prävalenz">Tuberkuloseprävalenz</a> ist sie inzwischen vergleichsweise selten geworden. Neurologische Ausfälle und Beteiligung von Weichgewebe liegen nicht immer vor; wie Buckelbildung sollten sie bei rechtzeitiger Versorgung vermeidbar sein.
</p><p>Noch im hohen Alter ritt Percivall Pott auch bei schlechtem Wetter weitere Strecken zu Patienten. Dabei soll er sich eine <a href="Erk%C3%A4ltung" title="Erkältung">Erkältung</a> zugezogen haben, von der er sich nicht mehr erholte.
</p><p>Er starb am 22. Dezember 1788, kurz vor seinem 75. Geburtstag, an den Folgen einer <a href="Lungenentz%C3%BCndung" title="Lungenentzündung">Lungenentzündung</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schriften_(Auswahl)"><span id="Schriften_.28Auswahl.29"></span>Schriften (Auswahl)</h2></div>
<ul><li><i>An Account of Tumours, Which Rendered the Bones Soft […].</i> In: <i>Philosophical Transactions of the Royal Society.</i> Band 41, 1739, S. 616–622.</li>
<li><i>Observations on the nature and consequences of wounds and contusions of the head, fractures of the skull, concussions of the brain, etc.</i> London 1760.</li>
<li><i>Practical remarks on the hydrocele or watry rupture.</i> London 1762.</li>
<li><i>An Account of a Hernia of the Urinary Bladder Including a Stone […].</i> In: <i>Philosophical Transactions of the Royal Society.</i> Band 54, 1764, S. 61–64.</li>
<li><i>Remarks on the disease commonly called fistula in ano.</i> London 1765.</li>
<li><i>Chirurgical observations relative to the cataract, the polypus of the nose, cancer of the scrotum, different kinds of ruptures, and the mortification of the toes and feet.</i> Hawes, London 1775.</li>
<li><i>Remarks on that kind of palsy of the lower limbs, which is frequently found to accompany a curvature of the spine, and is supposed to be caused by it.</i> London 1779; auch in: <i>The Chirurgical Works of Percivall Pott.</i> 3 Bände. London 1783, Band 3, S. 389 ff.</li>
<li><i>Farther remarks on the useless state of the lower limbs, in consequence of a curvature of the spine.</i> London 1782; auch in: <i>The Chirurgical Works of Percivall Pott.</i> 3 Bände. London 1783, Band 3, S. 427 ff.</li>
<li><i>The Chirurgical Works of Percivall Pott, FRS, to which are added “A short Account of the Life of the Author,” by James Earle, Esq.</i><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> [3 Bände. London 1783]. Johnson, London 1790 (Werkausgabe mit Biographie, von einem Schwiegersohn herausgegeben)
<ul><li>Deutsche Übersetzung: <i>Percivall Pott’s sämmtliche chirurgische Werke.</i> Übersetzt von A. Mylius. 2 Bände. Berlin 1787.</li></ul></li>
<li><i>The chirurgical works of Percivall Pott, F.R.S., surgeon to St. Bartholomew’s Hospital, a new edition, with his last corrections.</i> 1808. (P. Pott: <i>The chirurgical works of Percivall Pott, F.R.S., surgeon to St. Bartholomew’s Hospital, a new edition, with his last corrections. 1808.</i> In: <i><a href="Clinical_Orthopaedics_and_Related_Research" title="Clinical Orthopaedics and Related Research">Clinical Orthopaedics and Related Research</a>.</i> Nr. 398, Mai 2002, S. 4–10, <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11964625?dopt=Abstract">PMID 11964625</a>.)</li>
<li><i>Some Few General Remarks on Fractures and Dislocations</i>. 1758 (P. Pott: <i>Some few general remarks on fractures and dislocations. 1758.</i> In: <i>Clinical orthopaedics and related research.</i> Band 458, Mai 2007, S. 40–41, <a href="https://doi.org/10.1097/BLO.0b013e31803dd063" class="extiw external" title="doi:10.1097/BLO.0b013e31803dd063">doi:10.1097/BLO.0b013e31803dd063</a>. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17473597?dopt=Abstract">PMID 17473597</a>.)</li>
<li><i>Farther Remarks on the Useless State of the Lower Limbs, in Consequence of a Curvature of the Spine: being a supplement to a former treatise on that subject</i>. 1782 (P. Pott: <i>Farther remarks on the useless state of the lower limbs, in consequence of a curvature of the spine: being a supplement to a former treatise on that subject. 1782.</i> In: <i>Clinical orthopaedics and related research.</i> Band 460, Juli 2007, S. 4–9, <a href="https://doi.org/10.1097/BLO.0b013e318067b486" class="extiw external" title="doi:10.1097/BLO.0b013e318067b486">doi:10.1097/BLO.0b013e318067b486</a>. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17620803?dopt=Abstract">PMID 17620803</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>F. Beekman: <i>The hernia congenita and an account of the controversy it provoked between William Hunter and Percivall Pott.</i> In: <i>Bulletin of the New York Academy of Medicine.</i> Band 22, Nummer 9, September 1946, S. 486–500, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220028-7091%22&key=cql">0028-7091</a></span></span>. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20997111?dopt=Abstract">PMID 20997111</a>. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1871545/">PMC 1871545</a> (freier Volltext).</li>
<li>L. Belloni: <i>Percivall Pott’s disease of the spine, discussed in two letters of J. Hunczovsky from London, 1779, to G. A. Brambilla in Vienna.</i> In: <i>Medical history.</i> Band 16, Nummer 1, Januar 1972, S. 78–80, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220025-7273%22&key=cql">0025-7273</a></span></span>. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4560450?dopt=Abstract">PMID 4560450</a>. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1034933/">PMC 1034933</a> (freier Volltext).</li>
<li>E. S. Flamm: <i>Percivall Pott: an 18th century neurosurgeon.</i> In: <i><a href="Journal_of_Neurosurgery" title="Journal of Neurosurgery">Journal of Neurosurgery</a>.</i> Band 76, Nummer 2, Februar 1992, S. 319–326, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220022-3085%22&key=cql">0022-3085</a></span></span>. <a href="https://doi.org/10.3171/jns.1992.76.2.0319" class="extiw external" title="doi:10.3171/jns.1992.76.2.0319">doi:10.3171/jns.1992.76.2.0319</a>. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1730964?dopt=Abstract">PMID 1730964</a>.</li>
<li>J. Dobson: <i>Percivall Pott.</i> In: <i>Annals of the Royal College of Surgeons of England.</i> Band 50, Nummer 1, Januar 1972, S. 54–65, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220035-8843%22&key=cql">0035-8843</a></span></span>. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4550865?dopt=Abstract">PMID 4550865</a>. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2388056/">PMC 2388056</a> (freier Volltext).</li>
<li>Susan C. Lawrence: <i>Charitable Knowledge: Hospital Pupils and Practitioners in Eighteenth-Century London</i>. Cambridge University Press, New York 1996, ISBN 0-521-36355-1.</li>
<li>W. Maccormac: <i>The Development of surgery.</i> In: <i>Science.</i> Band 12, Nummer 294, August 1900, S. 254–263, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220036-8075%22&key=cql">0036-8075</a></span></span>. <a href="https://doi.org/10.1126/science.12.294.254" class="extiw external" title="doi:10.1126/science.12.294.254">doi:10.1126/science.12.294.254</a>. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17769240?dopt=Abstract">PMID 17769240</a>.</li>
<li>P. R. McCrory: <i>Sir Percivall Pott–the first sports neurologist?</i> In: <i>British journal of sports medicine.</i> Band 35, Nummer 4, August 2001, S. 278–280, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220306-3674%22&key=cql">0306-3674</a></span></span>. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11477030?dopt=Abstract">PMID 11477030</a>. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1724347/">PMC 1724347</a> (freier Volltext).</li>
<li><i>Percivall Pott.</i> In: Seyed B. Mostofi (Hrsg.): <i>Who’s Who in Orthopedics</i>. Springer, London 2005, S. 274–278, ISBN 978-1-85233-786-5, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1007/1-84628-070-2_206">10.1007/1-84628-070-2_206</a></span></li>
<li>Michael A. Rauschmann, B. Habermann, M. Engelhardt, G. Schwetlick: <i>Von Pott-Trias und Schmorl-Knoten.</i> In: <i>Der Orthopaede.</i> Band 30, Nr. 12, 2001, S. 903–914, <a href="https://doi.org/10.1007/s001320170002" class="extiw external" title="doi:10.1007/s001320170002">doi:10.1007/s001320170002</a>.</li>
<li>Barbara I. Tshisuaka: <i>Pott, Percival.</i> In: <a href="Werner_E._Gerabek" title="Werner E. Gerabek">Werner E. Gerabek</a>, Bernhard D. Haage, <a href="Gundolf_Keil" title="Gundolf Keil">Gundolf Keil</a>, Wolfgang Wegner (Hrsg.): <i>Enzyklopädie Medizingeschichte.</i> De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1177.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Eintrag zu <a rel="nofollow" class="external text" href="https://catalogues.royalsociety.org/CalmView/Record.aspx?src=CalmView.Persons&id=NA8046&pos=1"><i>Pott; Percivall (1714 - 1788)</i></a> im Archiv der <i><a href="Royal_Society" title="Royal Society">Royal Society</a></i>, London<span class="editoronly" style="display:none;"></span></li>
<li>Ole Daniel Enersen: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20250614192005/http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/1103.html">Percivall Pott</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 14. Juni 2025 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) bei whonamedit.com</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">E. Scharizer: <i>Die Entwicklung der modernen Unfallchirurgie.</i> In: <i>Hefte zur Unfallheilkunde.</i> Band 79, 1964.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Paul_Diepgen" title="Paul Diepgen">Paul Diepgen</a>, <a href="Heinz_Goerke" title="Heinz Goerke">Heinz Goerke</a>: <i><a href="Ludwig_Aschoff" title="Ludwig Aschoff">Aschoff</a>: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.</i> 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 32.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Heinrich_Buess" title="Heinrich Buess">Heinrich Buess</a>, <a href="Huldrych_M._Koelbing" title="Huldrych M. Koelbing">Huldrych M. Koelbing</a>: <i>Kurze Geschichte der ankylosierenden Spondylitis und Spondylose.</i> J. R. Geigy, Basel 1964 (= <i>Acta rheumatologica.</i> Nr. 22), S. 33–34.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wolfgang_Seeger_(Mediziner)" title="Wolfgang Seeger (Mediziner)">Wolfgang Seeger</a>, Carl Ludwig Geletneky: <i>Chirurgie des Nervensystems.</i> In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): <i>Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung.</i> Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 229–262, hier: S. 252</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">James Earle war Arzt, der auch <a href="James_Boswell" title="James Boswell">James Boswell</a> behandelte, und ein Schwiegersohn von Percivall Pott. Er übernahm nach Potts Tod dessen Praxis. Vgl. <a href="George_A._Miller" title="George A. Miller">George A. Miller</a>: <i>Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.</i> Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von <a href="Joachim_Grabowski" title="Joachim Grabowski">Joachim Grabowski</a> und <a href="Christiane_Fellbaum" title="Christiane Fellbaum">Christiane Fellbaum</a>. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 24.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/117716146">117716146</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n82039322">n82039322</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/13091713/">13091713</a></span> | </div>
</div></div>
</div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2026-01-03" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Percivall_Pott&oldid=262975086">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>